Pressemitteilung vom 24.10.2019

Spezialisten des Krankenhauses Porz am Rhein informierten über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Im Rahmen des 12. Arzt-Patienten-Seminars im Krankenhaus Porz am Rhein referierten vor kurzem Experten des Kölner Magen-Darm-Zentrums über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Über 150 Patienten und Angehörige waren der Einladung in den Urbacher Weg 19 gefolgt. Das Seminar stand unter der wissenschaftlichen Leitung der beiden Chefärzte Prof. Dr. med. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Innere Medizin sowie Prof. Dr. med. Anton Kroesen, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie im Krankenhaus Porz am Rhein.

Menschen, die an einer CED erkrankt sind, leiden im Alltag oftmals unter Einschränkungen. Die wiederkehrenden Symptome chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen reichen von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Nährstoffmangel. Halten diese Symptome an, ist unbedingt ein entsprechender Facharzt aufzusuchen. Häufige Diagnosen sind hier die beiden Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Über deren Verläufe und Therapiemöglichkeiten informierte das in Kooperation mit der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV e.V.) veranstaltete Seminar.

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine Entzündung der Darmschleimhaut. Die Erkrankung tritt in Schüben auf, sodass Patienten auch beschwerdefreie Phasen erleben. Im Gegensatz zu Morbus Crohn, der alle Bereiche des Verdauungstrakts betreffen kann, breitet sich die Colitis ulcerosa vom Enddarm bis zu einem bestimmten Abschnitt des Dickdarms aus. Organe außerhalb des Verdauungssystems können ebenfalls betroffen sein, erklärte Chefarzt Prof. Dr. Holtmeier. „Nicht selten ist auch die Leber erkrankt, da sie und der Darm in enger Beziehung stehen. Ein Beispiel sind verengte Gallengänge, die den Gallenfluss behindern. Dies führt dazu, dass der Darm nicht genügend Gallenflüssigkeit erhält, die er zur Nährstoffaufnahme braucht.” Weitere Themen waren CED und Schwangerschaft (Frau Dr. C. Bästlein) und Ernährung bei CED (Prof. Dr. W. Kruis).

Mit dem Arzt-Patienten-Seminar wollen die beiden Chefärzte Betroffenen Mut machen. „Der Krankheitsverlauf kann durch Tätigkeiten wie Sport oder eine angepasste Ernährung selbst beeinflusst werden“, so die beiden Experten, die sich im Rahmen des Kölner Magen-Darm-Zentrums, welches deutschlandweit für die interdisziplinäre Behandlung von CED bekannt ist, kümmern. Leichte bis moderate Bewegungen könnten bereits die Funktion des Verdauungssystems verbessern. Auch die Ernährung steht bei CED im Fokus: Die geschädigte Darmschleimhaut könne schlechter Nährstoffe aufnehmen, weshalb Betroffene auf die gezielte Zufuhr von Vitaminen achten sollten. Zudem lasse sich die Ernährung den Krankheitsschüben anpassen, etwa, indem in Ruhephasen besonders viele Nährstoffe aufgenommen werden.

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Jennifer Engel
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