Pressemitteilung vom 31.03.2017

Erfolgreiche Premiere: Erstes Krankenhaus in Deutschland "whatsappt" für Schüler & Co. über Klinikalltag

Das hatte es in einem Krankenhaus in Deutschland zuvor noch nicht gegeben: Ärzte und Pflegekräfte berichteten vom 27. bis 31.03.2017 im Rahmen einer Aktions-Woche "DerErsteSchrei@WhatsApp" per WhatsApp über ihren Arbeitsalltag. Mitlesen bzw. zuhören konnte jeder, der sich zuvor in die hierfür entsprechend eröffnete WhatsApp-Gruppe hatte aufnehmen lassen. "Wir sind von der Resonanz der Aktion völlig begeistert, weil wir mit so vielen Teilnehmern echt nicht gerechnet haben. 220 Menschen folgten gleichzeitig unserer Gruppe, darunter sogar die komplette Klasse einer Realschule in Köln. Auch aus Österreich waren Teilnehmer dabei", erklärte Marc Raschke, Pressesprecher des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln, am Ende der Aktionswoche. Er hatte die Idee zu der ungewöhnlichen Aktion.

Zum Auftakt der Aktionswoche am Montag zeigte Dr. Fabian Foltz, Assistenzarzt der Radiologie, der WhatsApp-Gruppe CT- und MRT-Geräte, erklärte Röntgenbilder und nahm die Gruppe auch mit in die Nacht, in der er Rufbereitschaft hatte. Am nächsten Tag ging es mit dem Chefarzt der Kardiologie, Prof. Marc Horlitz, dann u.a. ins Katheterlabor und zur Visite auf die Station 13. Tag 3 vermittelte dann vielfältige Eindrücke von der Intensivstation, gepostet von Intensivkrankenschwester Elaine. Am Tag darauf kam die WhatsApp-Gruppe (virtuell) in den OP: Hier führte Diana Piontek, stellv. OP-Koordinatorin, u.a. durch einen OP-Saal, zeigte die richtige Händedesinfektion und erklärte, wohin eigentlich der Müll nach einer OP geht. Das Ende der Aktionswoche bildete Kinderärztin Dr. Corinna Ponsa, die es u.a. ermöglichte, dass die Gruppe bei einer Zwillingsgeburt dabei sein konnte - zumindest per "Tonaufnahme": Der erste Schrei der Neugeborenen war per Audiodatei über WhatsApp zu hören.

Ohne Filter, ohne Drehbuch - der unmittelbare Eindruck zählte

"Wichtig war, dass wir diese Aktion ohne Filter oder Drehbuch machen. Das heißt, jeder Mitarbeiter hatte seine eigenen Ideen zu Texten, Videos und Fotos, die er auch entsprechend für die WhatsApp-Gruppe umsetzte. Es ging uns schließlich um den unmittelbaren Eindruck", erklärt Raschke, der auch die anderen Social-Media-Kanäle des Krankenhauses Porz am Rhein (Facebook, Twitter und Instagram) verantwortet. Aber warum für diese Aktion nun WhatsApp? "WhatsApp eignet sich unter allen Social-Media-Kanälen am besten, da es eine gewisse Vertrautheit bietet - und das auch noch für einen "ausgewählten" Personenkreis, der auf die Gruppe begrenzt ist", erläutert Raschke.

Trotz über 220 Teilnehmern kein Kommunikation-Chaos in der Gruppe

"Was mich vor allem sehr angenehm überrascht hat, war, dass wir trotz der hohen Teilnehmerzahl von über 220, die gleichzeitig in der WhatsApp-Gruppe waren, doch einen guten Austausch und kein Chaos in der Gruppe hatten", sagt der Pressesprecher. "Man kennt das ja sonst gern von WhatsApp-Gruppen, dass man schon bei 10 Leuten oft nicht mehr durchblickt, wer da wem gerade was geschrieben hat." Raschke legte großen Wert auf die Moderation in der Gruppe. Insgesamt verfolgten über 300 Menschen die Gruppe; einige kamen und gingen während der Aktions-Zeit und verfolgten entsprechend nur Etappen der Woche.

Flurfunk 3.0 - warum den nicht auch mit "zukünftigen" Kollegen teilen

"WhatsApp ist heutzutage vielerorts der moderne "Flurfunk" in einem Unternehmen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Arbeitskollegen WhatsApp-Gruppen bilden, sich darüber absprechen und austauschen. Warum also diese Form der Kommunikation nicht auch auf Leute ausweiten, die vielleicht die Arbeitskollegen der Zukunft sein können?", fragt Raschke. Denn natürlich hatte die Aktionswoche im 50. Jubiläumsjahr des Krankenhauses u.a. das Ziel, für die Berufe im Krankenhaus Porz am Rhein zu werben. Und auch hier gibt es Positives zu vermelden: "Wir haben durch die Aktion zahlreiche Anfragen für Praktika, aber auch vereinzelt für konkrete Ausbildungsberufe und freie Jobstellen", sagt Raschke. "Auch im Krankenhaus Porz selbst kam die Aktion extrem gut an. Viele Mitarbeiter waren sogar richtig traurig, dass sie aufgrund anderer Schichten nicht über ihren Alltag whatsappen konnten."

Wehmütige Kommentare in der Gruppe am Ende der Aktion

Als dann die WhatsApp-Aktion am Freitagnachmittag auf die Zielgeraden einbog, gab es viele wehmütige Kommentare in der Gruppe - schließlich war das Krankenhaus Porz am Rhein über die Woche hinweg zu einem "ständigen Begleiter" im eigenen Smartphone geworden. Eine Teilnehmerin brachte es dann mit einem Posting auf den Punkt: "Ich kann mich nur anschließen (schade, dass das heute der letzte Tag ist.). Ich finde, dass dieses Angebot eine tolle Chance ist, um einmal in den Alltag von verschiedenen Berufen im Krankenhaus hineinschnuppern zu dürfen. So etwas ist eine tolle Idee und man hat so eine Chance nicht alle Tage."

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
m.raschke@khporz.de