Pressemitteilung vom 13.02.2017

Ärztlicher Notdienst und Notfallambulanz des Krankenhauses Porz arbeiten Tür an Tür

Wenn es kalt und rutschig wird, ist in den Notaufnahmen mal wieder Hochbetrieb. Dabei steigen die Patientenzahlen dort unabhängig von der Witterung bereits seit geraumer Zeit bundesweit im Schnitt um sechs Prozent pro Jahr. Gründe hierfür sind vielfältig: Sorgen über den eigenen Gesundheitszustand, zunehmende Zeitautonomie der Patienten, qualitativ hochwertige Versorgung im Krankenhaus, Möglichkeit multidisziplinärer Untersuchungen, Möglichkeit einer Röntgenuntersuchung, aber auch teilweise schwer verfügbare Haus- und Facharzttermine oder aber mancherorts fehlende oder schwer erreichbare Versorgung durch den hausärztlichen Notdienst. Aber ist wirklich jeder Patient in einer Notfallambulanz richtig aufgehoben?

Die gesundheitspolitische Antwort hierauf hat als Zielsetzung eine Neuorganisation durch Ansiedlung sogenannter Portalpraxen an die Krankenhäuser. Doch die Mediziner in Porz sind da schon viel weiter. Das Krankenhaus Porz am Rhein und der 1979 gegründete, bundesweit erste ärztlichen Notdienst gehen schon seit dem Jahr 2000 Wege, die anderswo gerade erst angeregt werden. Konkret geht es um zwei Türen im Wartebereich der Notaufnahme, die keine acht Meter auseinanderliegen und die damit kölnweit eine Besonderheit darstellen.

 Krankheitsschwere und Behandlungsdringlichkeit bestimmt der Arzt - nicht der Patient

"Je nach Tür landet der Patient von der Wartezone aus entweder beim ärztlichen Notdienst Porz-Poll (ÄNPP) oder in der Notaufnahme unseres Krankenhauses", erklärt Dr. Ranka Marohl, Chefärztin der interdisziplinären Notfallambulanz (INA) im Krankenhaus Porz. Natürlich werde jeder Patient vorab nach Betreten der Wartezone im System aufgenommen und "eingestuft", Fachleute nennen diesen Vorgang "Triage". "Im Rahmen der Triage bewerten wir die Krankheitsschwere und die Behandlungsdringlichkeit der Patienten. Diese bedingt sowohl eine „Zuteilung“ entweder zum hausärztlichen Notdienst oder in die Notfallambulanz, als auch eine dem Patienten zumutbare Wartezeit auf eine weitere ärztliche Behandlung, was nicht immer zur Zufriedenheit derjenigen Patienten führt, die etwas länger warten müssen. Kritisch kranke Patienten werden jedoch hierdurch herausgefiltert und dadurch lebensbedrohliche Zustände möglichst vermieden. "Wir schicken also niemanden weg, können ihm aber mit dem Tür-an-Tür-Angebot bei uns eine auf seine Bedürfnisse abgestimmte optimale Behandlung anbieten“, sagt Dr. Marohl.

"Wenn es sich um keinen Notfall handelt, sollte der Patient am nächsten (Werk)Tag seinen Hausarzt aufsuchen."

Das Angebot wird gern angenommen. Allein von 2010 bis 2015 stieg die Zahl der Patienten in der INA von knapp 21.000 auf über 32.000; die Zahl der Patienten in der ÄNPP legte von ca. 12.500 (2010) auf 17.000 (2015) zu. Bereits seit dem Jahr 2000 ist der ÄNPP im Krankenhaus Porz vertreten; hier stehen niedergelassene Ärzte abends und nachts sowie am Wochenende für Notfälle bereit. „Wenn es sich um keinen dringenden Notfall handelt, sollte der Patient seinen Hausarzt am nächsten (Werk-)Tag aufsuchen“, erklären die Obmänner der Porzer Ärzte Dr. Paul Dobner und Dr. Hans C. Nolte. „Die erste Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme ist zu normalen Arbeitszeiten immer der Hausarzt.“

"Wenn es eine lebensbedrohliche Situation handelt, scheuen Sie sich nicht, die 112 anzurufen."

Erst, wenn es sich nachts oder am Wochenende um einen dringenden oder unklaren Notfall handelt, weil jemand zum Beispiel eine akute Mandelentzündung hat oder aber wichtige Medikamente ausgegangen sind, sollte der Weg ins Krankenhaus Porz am Rhein zum ärztlichen Notdienst eingeschlagen werden. Dort wird der Patient ärztlich gesehen, weiter behandelt und, wenn es notwendig sein sollte, ins Krankenhaus eingewiesen. Wenn erforderlich und unvermeidlich, machen die Ärzte des hausärztlichen Notdienst auch Hausbesuche. „Wenn es jedoch um lebensbedrohliche Situationen wie bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall geht, scheuen Sie sich bitte nicht, die 112 zu wählen“, sagt Dr. Marohl. Dann zähle jede Minute.

Als Fazit der engen Zusammenarbeit von ÄNPP (Telefon: 02203-51111) und INA (Telefon. 02203-5661293) hält die Medizinerin fest: „Die Bewohner von Porz und Umgebung sind jederzeit gut versorgt.“ 

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Jennifer Engel
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