Schlafmedizin

An der Kinderklinik des Krankenhauses Porz am Rhein besteht seit über 20 Jahren ein Schlafmedizinisches Zentrum. Es handelt sich dabei um eine von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedzin (DGSM) akkreditierte Einrichtung.

Die Kinderklinik des Krankenhauses Porz am Rhein war eine der ersten schlafmedizinischen Einrichtungen für Säuglinge und Kinder in Deutschland. Leiterin des Schlafzentrums ist Oberärztin Dr. Sandra Overmann, die zusammen mit Oberärztin Dr. Susanne Müller außerdem den Bereich Neuropädiatrie betreut.

Schlafstörungen werden nach der International Classification of Sleep Disorders (ICSD) eingeteilt. Dazu zählen alleine ca. 40 Diagnosen, die im Kindes- und Jugendalter relevant sind. Internationalen Studien zufolge bestehen bei 21-37 % unserer Kinder Schlafstörungen. Ein- und Durchschlafstörungen sind dabei am häufigsten vertreten. Ebenso zählen Schlafwandeln, nächtliche Angstzustände und Albträume zu den häufiger vorkommenden Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter Etwa 21-37 % aller Kinder leiden an Schlafstörungen.

Einen weiteren Schwerpunkt nehmen die schlafbezogenen Atmungsstörungen ein.
Hier sind in erster Linie das obstruktive Schlafapnoesyndrom und das Säuglingsschlafapnoesyndrom zu nennen. Für Letzteres sind Zusammenhänge mit dem plötzlichen Säuglingstod bekannt.

Nach Abschluss der Diagnostik werden die Befunde und die daraus zu ziehenden Konsequenzen mit den Eltern ausführlich besprochen. Hier kommen abhängig von den vielen verschiedenen Fragestellungen eine Vielzahl von Maßnahmen in Betracht:

  • Einleitung einer Heimüberwachung bei Atmungsstörungen im Säuglingsalter (Säuglingsschlafapnoesyndrom)
  • Gabe von Medikamenten zur Steigerung des Atemantriebs
  • Einleitung einer Maskenbeatmung bei schweren Atmungsstörungen mit Einengungen oder Verlegung der Atemwege oder bei angeborenen Muskel- oder Stoffwechselerkrankungen
  • Bei Schlafstörungen ohne nachweisbare organische Ursache Verhaltensempfehlungen („Schlafhygienische Maßnahmen“), in Einzelfällen bis hin zu psychotherapeutischen Maßnahmen