Pressemitteilung vom 17.02.2017

Dr. Wiater spricht im WDR über Licht als Einfluss auf den Schlaf

Mit der Einführung von Energie-Sparlampen in Deutschland hat sich das Lichtspektrum geändert, in dem sich Menschen aufhalten. Dies wiederum kann sich mitunter negativ auf den Schlaf auswirken, wie Dr. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik (mit Kinderschlaflabor) im Krankenhaus Porz am Rhein und anerkannter Schlafexperte, in der WDR-Lokalzeit Köln am 15.02.2017 erläuterte. "Bei der klassischen Glüh- oder Halogenlampe haben wir ein kontinuierliches Farbspektrum, was auch dem natürlichen Licht entspricht. Der Unterschied ist lediglich, dass der Blauanteil im natürlichen Licht vormittags höher ist als nachmittags", sagt Dr. Wiater. Dies mache auch Sinn, da der Mensch morgens entsprechend wacher sein soll. "Im Vergleich dazu haben wir bei den Energiesparlampe ein "zerstückeltes" Farbspektrum, also ein unnatürliches Licht mit einem hohen Blauanteil im Spektrum. Deshalb empfinden wir das Licht dieser Lampen auch irgendwie als kalt", sagt der Experte.

Energie-Sparlampen machen aufgrund ihres hohen Blauanteils Probleme

Wer also abends eine Energie-Sparlampe einschaltet, knipst damit auch einen relativ hohen Blauanteil an, der nicht schläfrig, sondern wach macht. Das könne zu gesundheitlichen Problemen führen. Auch das Licht von Fernsehgeräte, Smartphones und Tablets habe diesen hohen Blauanteil. "Wir wissen aus einer neuen Studie, dass nahezu die Hälfte aller Kinder zwischen 11 und 18 Jahren jede Nacht das Smartphone benutzt, und zwar bis zu zehn mal pro Nacht. Zehn Prozent dieser Kinder nutzen ihr Smartphone über eine Stunde pro Nacht. Das stört natürlich den Schlaf ungemein und macht erhebliche Probleme am Tag", sagt Dr. Wiater.

Das helle Licht blockiert das Einschlafhormon Melatonin

Als gute Perspektive nannte der Mediziner das LED-Licht. "Wir sind heute technisch in der Lage, dem an sich weißen LED-Licht zusätzlich Farbkomponenten hinzuzugeben. So erreichen wir ein Lichtspektrum, das ähnlich kontinuierlich ist wie das natürliche Sonnenlichtspektrum", so der Mediziner. In diesem Zusammenhang machte er darauf aufmerksam, dass nachts hell beleuchtete Städte eine weitere Quelle für Schlafstörungen sein können. "Das helle Licht blockiert die Ausschüttung des Einschlafhormons Melatonin."

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Marc Raschke
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