Pressemitteilung vom 16.11.2017

Was tun gegen ein "schwaches Herz"? Hilft eine LifeVest?

Wenn die "Pumpe" nicht mehr richtig arbeitet, kann dies schwere Folgen für den gesamten Körper haben. Ein "schwaches Herz" kann z.B. zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und damit zu Schwindel, ja sogar Ohnmachtsanfällen führen. In solchen Momenten ist höchste Eile geboten, denn bleibt ein Gehirn über mehrere Minuten ohne Sauerstoff, können irreparable Schäden entstehen. In einem Live-Experten-Chat auf dem Facebook-Kanal des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln erklärte am 16. November 2017 Prof. Dr. Marc Horlitz, Chefarzt der Kardiologie, welche Möglichkeiten der Kontrolle es gibt, um ein schwaches Herz auch im Ernstfall schnell wieder in den richtigen Rhythmus zu bekommen (den Live-Chat finden Sie unten auf dieser Seite als Video zum Nachschauen).

LifeVest wird Tag und Nacht getragen

Der Mediziner stellte in dem Live-Chat, den User auf Facebook auch für Fragen an den Arzt nutzen können, die sogenannte LifeVest vor. Dabei handelt es sich um eine Art Weste, die um den Oberkörper geschnallt wird und die während der Zeitspanne, in der die Ursache für die Herzschwäche noch nicht gefunden ist, den Herzschlag Tag und Nacht überwacht. Kommt es zu einem Kammerflimmern, gibt die Weste von außen einen Schock ab und stimuliert das Herz auf diese Weise.

Wann muss ein Defibrillator eingesetzt werden?

Diese Weste ist aber nur eine vorübergehende Lösung, die meist nicht länger als zwei bis drei Monate eingesetzt wird. Erholt sich der Herzmuskel in dieser Zeit, kann ab dann sogar komplett auf die Weste verzichtet werden. Kommt es jedoch zu keiner Erholung und besteht das Risiko z.B. eines Kammerflimmerns weiter, muss dem Patienten mitunter ein Defibrillator eingesetzt werden. Dazu wird ein entsprechendes Gerät am Schulterbein unter die Haut implantiert, eine Sonde wird zudem über die Gefäße bis in das Herz vorgeschoben.

Alles Weitere erklärt Prof. Horlitz in dem Live-Video; moderiert wurde der Live-Chat von Marc Raschke, Pressesprecher des Krankenhauses Porz am Rhein. Das Video ist inzwischen auch auf youtube zu finden; von dort haben wir die Verlinkung hergestellt.

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
m.raschke@khporz.de