Pressemitteilung vom 04.04.2017

Rund 500 Mediziner besuchen 12. Update-Symposium des Kooperativen Kölner Herzzentrums

Im Rheinland, ja in ganz NRW sucht man eine Ärztefortbildung dieser Dimension sonst vergebens: Rund 500 Mediziner kamen am 1. April 2017 wieder ins Hyatt-Hotel nach Köln, um dort an 12. Update-Symposium des "Kooperativen Kölner Herzzentrums beidseits des Rheins" teilzunehmen. Dabei scheuten sie auch weite Anreisen aus dem Ruhrgebiet oder gar aus Rheinland-Pfalz nicht, um sich auf den neusten Stand in der Herz- und Gefäßmedizin zu bringen.

Im ersten Panel ging es "Die COPD erhöht das Risiko für KHK und Apoplex" (W. Galetke, Köln), "Dramatische Effekte einer kombinierten Senkung von Blutdruck und LDL-Cholesterin aus das kardiovaskuläre Risiko" (D. Gysan, Köln) und "Therapierefraktäre Herzinsuffizienz" (F. Eberhardt, Köln).

Zuschauer konnten per TED über Patientenfälle abstimmen

Im zweiten Panel wurde dann der Eisenmangel als Risiko für kardiologische Erkrankungen in den Blickpunkt gerückt (E. May, Köln). Auch wurde über die echokardiographische Beurteilung von Herzklappen im Hinblick auf eine Interventionen Therapie (Mitra-Clip, TAVI) gesprochen (W. Fehske, Köln). Mit einem Vortrag über Smartphone-Apps und Fitnessbänder widmete sich das Symposium erstmals der digitalen Entwicklung im Gesundheitsmarkt (C. Blank, Köln). Interaktiv wurde es dann, als das Publikum in TED-Abstimmungen in konkreten Patientenfällen entscheiden sollte, wie Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmung bei KHK, Stent und Vorhofflimmern zu beurteilen sind (P. Weßling, Köln).

Neue Therapieansätze bei ICD-Trägern

Das dritte Panel hatte einen klaren Schwerpunkt im ICD-Bereich. So fragte ein Referent, ob ein Umdenken in der ICD-Primärprävention bei Kardiomyopathien nötig ist (C. Wolpert, Ludwigsburg). Auch wurde diskutiert, ob die Ablation sinnvoller als die Eskalation mit Antiarhythmika ist - als sicherer Schutz vor Kammertachykardien bei ICD-Trägern (B. Köktürk, Köln). Mit einem Beitrag über "Atriale hochfrequente Episoden bei fibrotischer Kardiomyopathie - Neue Perspektiven für Ablation und Antikoagulation aus progostischen Gründen?" (M. Horlitz, Köln) endete das vorletzte Panel.

Zahl der Kunstherz-Patienten steigt

Die letzte Sitzung eröffnete ein Vortrag über das Pro & Contra des Kardio-CT als "Gatekeeper" für die invasive Diagnostik bei Verdacht auf KHK (P.M. Bansmann, Köln). Diesem Beitrag folgte eine Einschätzung zur Frage, wann eine Rekanalisation von chronischen Koronarverschlüssen sinnvoll ist - und wann nicht (C. Hoppe, Köln). Mit einem Überblick über den zunehmenden Einsatz von Kunstherzen gab es auch einen Vortrag aus der Herzchirurgie, und zwar aus dem deutschlandweit größten Herzzentrum Bad Oeyenhausen (J. Gummert). Den Abschluss bildete "No leg - no life? Hohe Mortalität bei chronisch kritischer Extremitätenischämie" (T. May, Köln).

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie sowie dem Bundesverband niedergelassener Kardiologen e.V.


Rückfragen?

Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
m.raschke@khporz.de