Pressemitteilung vom 28.02.2018

Olympia-Leichtathletin wird per Diamant-Bohrer am Herzen behandelt

Halina Herrmann und Prof. Dr. Marc Horlitz.

Halina Herrmann ist eine Kämpferin. Die gebürtige Polin weiß, dass man in gewissen Momenten einfach alles geben muss und dass dann Teamarbeit wichtig ist. Die heute 79-Jährige war nämlich früher Leichtathletin, holte u.a. 1964 sogar eine olympische Goldmedaille im Staffellauf und besiegte damit das erste Mal die Mannschaft der USA. So ein Erfolg geht nur, wenn das Team funktioniert. Inzwischen hat die erfolgreiche 4-fache Teilnehmerin an Olympischen Spielen ein neues Team gefunden, das sie unterstützt: die Mannschaft in der Klinik für Kardiologie von Prof. Dr. Marc Horlitz im Krankenhaus Porz am Rhein in Köln.

Herrmann hatte nämlich eine äußerst hartnäckige, kalkharte Engstelle am Herzen. Und neben Gold spielten plötzlich auch Diamanten in ihrem Leben eine Rolle - aber anders, als man es im ersten Moment denkt. Denn diese Engstelle, die sich durch Kalk über die Jahre zusetzte, ließ sich mit normaler medizinischer Technik nicht wieder öffnen. „Wir mussten jedoch was tun, denn ansonsten wäre es früher oder später zu einem Herzinfarkt gekommen“, erklärt Prof. Dr. Marc Horlitz, Chefarzt der Kardiologie. Also rückten die Ärzte in Köln-Porz mit einem neuartigen Mini-Bohrer in das winzige Blutgefäß am Herzen der Sportlerin vor. An der Spitze des Bohrers sind kleine Diamantensplitter, die sich bis zu 180.000 Mal pro Minute drehen können.

Bohrer zerfräst den Kalk direkt im Blutgefäß

Weil ein Diamant das härteste Material auf der Welt ist, lässt sich mit ihm jedes andere Material aus dem Weg schaffen. Genau das geschieht in dem Blutgefäß am Herzen bei der Rotablation; so heißt der Eingriff mit dem Diamantenbohrer. Vor Ort im Herzgefäß läuft der Bohrer über eine Art Führungsschiene und erreicht dabei eine atemberaubende Geschwindigkeit. So zerfräst er den Kalk derart fein, dass ihn der Körper auf natürlichem Wege abbauen kann.

„Frau Herrmann ist wieder beschwerdefrei“

Im Sommer 2017 hatte sich Halina Herrmann diesem Eingriff unterzogen. Jetzt kam sie zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus Porz. „Wir haben bei der Patientin dann ein Stress-Echo durchgeführt. Dabei schauen wir per Ultraschall, wie sich das Herz unter Stress verhält“, erklärt Prof. Horlitz. Das Ergebnis bei Fr. Herrmann ist exzellent. „Frau Herrmann ist wieder beschwerdefrei, die ehemalige Engstelle ist offen, das Blut kann ungehindert fließen und den Herzmuskel dahinter mit Blut versorgen.“ Ein tolles Gefühl, denn einmal mehr hat Teamarbeit dazu geführt, dass Halina Herrmann am Ziel ist.

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Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
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