Pressemitteilung vom 09.04.2018

Besucherrekord beim 11. Herz- und Gefäßtag im Maritim-Hotel Köln

Absoluter Besucherrekord: Weit über 1000 Gäste waren am 9. April 2018 dem 11. Herz- und Gefäßtag ins Maritim Hotel Köln gefolgt. Gleich zu Beginn gab es eine Überraschung: TV-Star Hugo Egon Balder, der die Veranstaltung bereits seit der Premiere ehrenamtlich moderiert, wurde zum Ehrenmitglied des Beirates des Kooperativen Kölner Herzzentrums beidseits des Rheins ernannt. Das Herzzentrum ist Veranstalter des Herztages.

In insgesamt zwölf, sehr patientennah gestalteten Vorträgen konnten sich die Zuschauer auf den aktuellen Stand der Medizin bringen. So erfuhren sie zum Beispiel, dass es laut Studienlage inzwischen gar nicht mehr so falsch ist, eher fettreicher zu essen. Wichtig ist es aber nach wie vor, die Aufnahme von Kohlenhydraten zu reduzieren.

Behandeln Roboter bald die Patienten?

Einen Ausblick in die Zukunft wagte ein Vortrag über künstliche Intelligenz in der Radiologie. Behandeln also Roboter bald die Patienten? Ganz so weit ist es sicherlich noch nicht, aber schon heute helfen Algorithmen den Ärzten bereits, gigantische Datenmengen zu verarbeiten. Und das ist auch dringend nötig, denn täglich verdoppeln sich weltweit die Medizindaten. Und das nicht nur in der Radiologie. Im Resümee konnte festgehalten werden: Ohne den Menschen wird es auch künftig trotz aller Technik nicht gehen.

Sind Stents in Herzgefäßen gefährlich?

Mit Sorge hörten dann viele Zuschauer, dass angeblich Stents, also jene winzigen Metallgitter zur Behandlung von Engstellen am Herzgefäß, gefährlich sein könnten. Doch schnell war klar: Diese Nachricht war durch Medien nicht richtig wiedergegeben. Nach wie vor helfen Stent nachweislich und langfristig bei akuten Herzinfarkten. Gleichwohl sollte nicht jede Angina pectoris (Enge-Gefühl in der Brust) gleich mit einem solchen Metallgitter behandelt werden. Manchmal reichen auch Medikamente. Dies muss jedoch sorgfältig diagnostiziert werden.

Kann eine Ablation lebensverlängernd bei Vorhofflimmern wirken?

Bei der Volkskrankheit Vorhofflimmern gab es neue Erkenntnisse. Demnach kann eine Ablation als Therapie bei Vorhofflimmern durchaus lebensverlängernd wirken. Dies erklärte Prof. Dr. Marc Horlitz, einer der Hauptorganisatoren des Herztages, in seinem Vortrag. Aus einer großen Datensammlung aus Skandinavien ist nämlich folgende Beobachtung ableitbar: Wer hier als Patient abladiert wurde, hatte deutlich weniger Schlaganfälle und lebte länger. Ein Sinusrhythmus ist demnach augenscheinlich also besser.

Kann der Empfänger eines Spendenherzens schuldfrei leben?

Zum Ende hin gab das Herzzentrum Bad Oeyenhausen Einblick in die Erfahrung mit Patienten, die nach einer Herztransplantation erste Tage und Wochen mit dem neuen Herzen verbringen. Während die Patienten vor der Operation noch Schuldgefühle plagten, da sie auf den Tod eines Menschen warten müssen, um ein Spenderorgan zu erhalten, erhole sich der Körper nach dem Eingriff relativ rasch. Die Empfänger des Spenderherzens erlebten die Zeit nach der OP als Geschenk und quasi zweiten Geburtstag.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Herzstiftung. Im Rahmen des Tages wurde auch die neue Ausgabe des Herzmagazins „intakt“ des Kooperativen Kölner Herzzentrums vorgestellt. Sie ist auch im Sekretariat von Prof. Horlitz im Krankenhaus Porz am Rhein in Köln erhältlich.

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
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