Pressemitteilung vom 18.11.2018

May & May 2018: Aktuelle Entwicklungen in Herz- und Gefäßmedizin

Aktuelles aus der Herz- und Gefäßmedizin: Das hat auch in diesem Jahr wieder das Ärzte-Fortbildungs-Format „May & May“ versprochen - und gehalten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Thomas May, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Krankenhaus Porz am Rhein, und Dr. Erik May, niedergelassener Kardiologe und Angiologe im Rolshover Hof, gaben insgesamt sechs Referenten im KölnSKY-Turm Einblicke in neueste medizinische Erkenntnisse ihres Arbeitsfeldes.

So stellte etwa die Ernährungswissenschaftlerin Özlem Özcan vom Endokrinologikum Ulm vor, dass Diäten nur bedingt eine dauerhafte Veränderung des Körpergewichts zur Folge haben. Meist sei das ursprüngliche Gewicht schnell wieder erreicht, nicht selten sogar übertroffen. Auch Medikamente, die eine Gewichtsreduktion zur Folge haben, kann die Expertin nur bedingt empfehlen. Bei einigen, so die Wissenschaftlerin, berichten die Betroffenen von Fettstühlen. Außerdem seien die Arzneien verhältnismäßig teuer. Eine echte Alternative sei da bereits moderate, aber eben regelmäßige körperliche Bewegung.

Ultraschall-Untersuchung gibt Klarheit

Gefäßchirurg Dr. Thomas May warnte in seinem Vortrag davor, dass trotz sicherer Therapie ein Aortenaneurysma oftmals zu spät erkannt werde. Werden diese bedrohlichen Aussackungen an den Blutgefäßen zu spät erkannt, können sie platzen; der Betroffene verblutet innerlich. Dabei kann bereits eine einfache Ultraschall-Untersuchung rechtzeitig auf eine vergrößerte Aorta hinweisen. Der Mediziner empfiehlt, das Vorsorge-Screening etwas an die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft anzupassen: Statt sämtliche Männer ab dem Alter von 65 Jahren in dieses Screening einzuschließen, solle es Raucher ab 65 Jahre beschränkt sein, dann aber auch auf ältere Jahrgänge ausgedehnt werden.

Neue Therapieansätze bei chronisch venösen Beckenverschlüssen

Dr. Erik May erklärte in seinem Vortrag, welche Patienten für direkte orale Antikoagulanzien als Sekundär-Vorsorge bei KHK und pAVK in Frage kommen. Dr. Petra Weßling (Kardiologin, Krankenhaus Porz am Rhein) informierte, worauf Krebspatienten bei der Einnahme von Antikoagulation achten sollten. Neue erfolgreiche Therapieansätze bei chronisch venösen Beckenverschlüssen stellte Dr. Mohammad Barbati (Venenzentrum, Universitätsklinik Aachen) vor. Mit Dr. Thomas Rother (Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Universitätsklinik München) stand dann noch ein Referent auf dem Programm, der über die E-Zigarette erzählte (sinnvolles Entwöhnungs-Konzept oder Ersatz-Droge?).

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Marc Raschke
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