Halsschlagadern

Halsschlagadern (Arteria carotis)

Diese Operationen werden durchgeführt zur Verhütung eines Schlaganfalls, der aufgrund von Durchblutungsstörungen der Hirnarterien einer der häufigsten Todesursachen darstellt.

Mit etwa 300 Operationen pro Jahr stellen die Eingriffe an der Halsschlagader einen wesentlichen Schwerpunkt unserer täglichen Tätigkeit dar. Durch unsere hohen Qualitätsstandards mit intraoperativen Neuromonotoring (SSEP) und Flußmessung (TCD) liegen unsere Kompliktionsraten deutlich unter den üblichen bundesweiten Durchschnittswerten. Seit 1998 werden in zunehmenden Maße bei Verengungen der Halsschlagader endovaskuläre Stents eingesetzt (ca. 30-40 pro Jahr).

Entstehung und Risikofaktoren

Auf jeder Halsseite befindet sich eine große Halsschlagader (Arteria carotis communis), die sich in zwei Hauptäste (A.carotis interna und externa) gabelt. In vielen Fällen liegen Veränderungen der Gefäßwand vor (Kalkablagerungen, sog. Arteriosklerose). Durch die Ablagerungen wird die Schlagader verengt, der Blutfluss gestört. Es kommt zu einer verminderten Hirndurchblutung. Außerdem können Gerinnsel aus der verkalkten Gefäßwand in das Gehirn gelangen und zu einer Schädigung führen, welche sich als Schlaganfall z. B. mit Lähmungen äußert.

Insbesondere bei Rauchern, Zuckerkranken und bei Patienten mit Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten sind diese Erscheinungen zu beobachten.

Gefahren

- Schlaganfall mit kurzfristiger oder bleibender Lähmung
- Durchblutungsstörungen der Augen mit der Folge von Sehstörungen und Abnahme der Sehkraft bis zur Erblindung
- wiederholte Schwindelanfälle und Sprachstörungen
- beeinträchtigte Hirnleistung, z. B. zunehmender Gedächtnisschwund

Operationsmethoden

Carotisendarteriektomie (offene Ausschälung)

Dabei wird das Gefäß geöffnet und die Ablagerung des Gefäßes entfernt. Verschlossen wird die eröffnete Halsschlagader durch eine Naht oder durch Einnähen eines Venen- oder Kunststoffstreifens.

Eversionsendarteriektomie

Die Halsschlagader muss abgetrennt und die Engstelle ausgeschält werden. Danach wird die Schlagader mit einer fortlaufenden Naht wieder angenäht. Sofern eine Knick- oder Schlingenbildung vorliegt, wird das Gefäß verkürzt.