Akutschmerzdienst

Dr. med. Michael Pakulla

Leitender Oberarzt

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

vielleicht haben Sie sich zu einer Operation in unserem Krankenhaus entschlossen. Schmerzen gehören zu den unangenehmsten Erfahrungen eines Patienten, sowohl vor als auch nach einer Operation. Wir möchten Sie mit dieser Patienteninformation mit den Möglichkeiten einer modernen Schmerztherapie vertraut machen. Schmerzen sind normale Warnsymptome unseres Körpers und helfen uns, Krankheiten und Verletzungen zu erkennen und einzuschätzen. Dabei sind sie hilfreich und sinnvoll. Nach einer Operation und während der Heilung haben die Schmerzen ihren Zweck erfüllt. Nun hilft eine gute Schmerztherapie, eine rasche Genesung zu fördern. Schmerzen lassen sich trotz modernster Operations-Methoden nicht völlig vermeiden. Auch führt die durchgeführte Schmerztherapie dabei in der Regel nicht zu einer völligen Schmerzlosigkeit. Jedoch lassen sich die Schmerzen durch die sehr wirkungsvolle Schmerztherapie erheblich reduzieren.

Die verbreitete Angst vor Schmerzmedikamenten, besonders bei der Behandlung von Schmerzen nach Operationen, ist unbegründet. Die Medikamente und Therapieverfahren sind vielfach erprobt und gut verträglich. Hier im Krankenhaus Porz am Rhein stehen uns eine Vielzahl an Medikamenten und Verfahren zur Verfügung. Bereits vor der geplanten Operation wird der Narkosearzt mit Ihnen die für Sie individuell geeignete, wirkungsvolle und zugleich schonende Schmerztherapie besprechen.

Es bestehen folgende Möglichkeiten:

Medikamente

In der Regel wird eine Kombination aus verschiedenen Schmerzmedikamenten eingesetzt, die nach Zeitplan und / oder bei Bedarf eingenommen werden. Zusätzlich können Schmerzmedikamente über einen Venenzugang verabreicht werden.

Patientenkontrollierte Analgesie
(PCA-Pumpe)

Diese Pumpe ermöglicht es dem Patienten, selbstständig die Gabe eines Schmerzmittels auszulösen. Das Gerät wird so eingestellt, dass eine Überdosierung ausgeschlossen ist.

Schmerzkatheter (PDK)

Ein weiteres Verfahren ist der Periduralkatheter, der in den Raum zwischen Wirbelkanal und Rückenmarksnerven eingelegt wird und bei größeren Operationen im Bauchraum oder Brustkorb eingesetzt werden kann. Über diesen Katheter wird während und nach der Operation kontinuierlich ein Schmerzmittel verabreicht.

Sie sollen so wenig Schmerz wie irgend möglich erleiden müssen. Wichtig ist uns, dass Sie sich bei Schmerzen auch rechtzeitig beim Stationspersonal melden! Nur so können wir individuell auf Ihre Schmerzen reagieren. Wer starke Schmerzen länger aushält, riskiert, dass sich ein „Schmerzgedächtnis“ bildet und eine erfolgreiche Schmerzbehandlung erschwert wird.

Wir wünschen Ihnen einen möglichst schmerzfreien Krankenhausaufenthalt!

Der Akutschmerzdienst im Krankenhaus Porz am Rhein

Das Pflegepersonal der Stationen wurde in der Schmerztherapie geschult und kann Ihnen mit Hilfe eines vom Arzt verordneten Stufenschemas besonders schnell helfen. Zusätzlich gibt es einen Akutschmerzdienst, der die Patienten nach größeren Operationen oder bei stärkeren Schmerzen betreut.

Für die Versorgung der Schmerzkatheter und PCA-Pumpen, aber auch für besondere Probleme steht Ihnen das Personal unseres Akutschmerzdienstes zur Verfügung.

Der Akutschmerzdienst wird von eigens in der Schmerztherapie geschulten Fachkrankenschwestern in Zusammenarbeit mit speziell für die Schmerztherapie qualifizierten Anästhesisten durchgeführt.

Innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Eingriff bekommen Sie gut verträgliche Schmerzmittel, die Sie bitte zu den angegebenen Zeiten einnehmen, auch wenn Sie noch gar keine Schmerzen haben. Die Erfahrung zeigt, dass man durch dieses Vorgehen nicht nur die Entstehung von Schmerzen verhindern, sondern auch starke, schwer zu beherrschende Schmerzspitzen vermeiden kann!

Zur Veranschaulichung benutzen wir die

Porzer Schmerzskala

Es werden 2 Fragen gestellt:

  1. Wie stark sind Ihre Schmerzen in Ruhe? (z.B. beim entspannten Liegen)
  2. Wie stark sind Ihre Schmerzen bei Belastung? (z.B. beim Husten, Drehen im Bett oder während der Krankengymnastik)

Dadurch erhalten wir einen Überblick über die Schmerzstärke sowie den Schmerzverlauf und können die bestmögliche Therapie für Sie finden. In Abhängigkeit von der Schmerzstärke wird - in Absprache mit Ihnen - im Bedarfsfall eine entsprechende Therapie eingeleitet.

Danach wird erneut anhand der Skala überprüft, ob die Beschwerden dadurch gelindert wurden. Zögern Sie bitte nicht, sich bei neu auftretenden Schmerzen zu melden! Nur so können wir individuell auf Ihre Schmerzen reagieren. Wer starke Schmerzen länger aushält, riskiert eher, dass sich ein "Schmerzgedächtnis" bildet und eine erfolgreiche Schmerzbehandlung erschwert wird. Die Erfahrung zeigt, dass man durch dieses Vorgehen nicht nur die Entstehung von Schmerzen verhindern, sondern auch starke, schwer zu beherrschende Schmerzspitzen vermeiden kann!

Senden Sie Ihre Bewerbungen bitte ausschließlich an bewerbung@khporz.de oder im Rahmen der Pflegeship-Kampagne an pflegeship@khporz.de