Pressemitteilung vom 27.04.2017

Kölner Magen-Darm-Zentrum: Arzt-Patienten-Seminar klärt über Darmkrebs auf

Prof. Kroesen an der Präsentations-Leinwand während der Darstellung der Entfernung eines Polypen im Darm..

Beim Arzt-Patienten-Seminar des Kölner Magen-Darm-Zentrums am 26.04.2017 ging es einmal mehr um die Früherkennung und Behandlung von Darmkrebs. Denn hier hat sich einiges in der Entwicklung dieser heimtückischen Erkrankung getan. So ist seit einiger Zeit zu beobachten, dass die groß angelegten Aufklärungskampagnen zu Darmspiegelung und Früherkennung offensichtlich etwas gebracht haben. Die Zahl der Neuerkrankungen geht leicht zurück, ist aber - und das ist die schlechte Nachricht - leider immer noch die zweithäufigste Krebsart bei Frauen und Männern. Mehr als 73.000 Neuerkrankungen gibt es pro Jahr - zudem ca. 27.000 Todesfälle.

Um so eindringlicher informierten die Ärzte des Kölner Magen-Darm-Zentrums im Krankenhaus Porz am Rhein in Köln die Zuschauer im "Blauen Salon". Dazu zeigten  Prof. Dr. Anton Kroesen, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Gastroenterologie, und Kollegen z.B., wie Polypen, also Vorstufen des Darmkrebses, während einer Darmspiegelung (Koloskopie) entfernt werden. Finden die Ärzte während einer solchen Koloskopie nämlich einen verdächtigen Polypen, dann können sie ihn noch in der gleichen Sitzung mit einer Schlinge abtragen. Das Krankenhaus Porz am Rhein bietet derartige Darmspiegelungen als einzige Einrichtung in der Region Porz an. (Machen Sie hier gleich einen Termin aus).

Vorbereitung auf die Darmspiegelung ist leichter geworden

Auch die Scheu vor den Mitteln, die Patienten zur Vorbereitung auf eine Darmspiegelung am Tag vorher einnehmen müssen, konnten die Ärzte nehmen. Inzwischen gebe es da neue Substanzen, die recht gut schmecken. Außerdem sei die Menge, die man trinken müsse, erträglicher geworden. Zudem: Da der Patient während der Koloskopie schläft, merkt er entsprechend auch nichts von der Untersuchung.

Bei fast einem Drittel aller Fälle liegt eine familiäre Veranlagung vor

Natürlich kam u.a. während des Seminars die Frage, was man konkret zur Vorsorge tun könne, um Darmkrebs erst gar nicht entstehen zu lassen. Hier konnten die Ärzte zwar eine Reihe von Maßnahmen vorstellen (z.B. eine ballaststoffreiche Ernährung, weniger Fett, keinen Alkohol), doch das allein hilft oft nicht, denn: In nahezu einem Drittel aller Darmkrebs-Fälle liegt eine familiäre Veranlagung vor. Beim wem also Vater oder Mutter bereits an Darmkrebs erkrankt sind, der sollte regelmäßig zur Darmspiegelung gehen - auch schon früher als mit Anfang/Mitte 50.

Betroffener Darmteil muss inklusive der Lymphknoten rechtzeitig entfernt werden

Hinsichtlich der Operationsmethoden gibt es heutzutage gute Möglichkeiten der Behandlung. Darmkrebs ist deshalb auch entsprechend heilbar, wenn der betroffene Darmteil inklusive der zugehörigen Lymphknoten rechtzeitig entfernt wird. Da eine der wesentlichen Aufgaben des Dickdarms darin besteht, den verbleibenden Nahrungsrest zu verdicken und für die Ausscheidung vorzubereiten (die Nährstoffaufnahme des Körpers geschieht vorweg über den Dünndarm), ist es auch kein Problem, einen Teil des Dickdarms zu entfernen.

Psychoonkologie als wichtiger Baustein der Therapie

Als wichtiger und hilfreicher Baustein der Therapie wurde während des Seminars auch das Angebot der Psychoonkologie vorgestellt. Merkmal der Behandlung im Magen-Darm-Zentrum ist es schließlich, die Erkrankung mit all ihren Ausprägungen anzugehen und dabei umfassend, darunter eben auch psychologische Hilfe anzubieten. So lernen die Betroffenen, ihren Umständen entsprechend positiv zu denken - eine wichtige Voraussetzung für die Bekämpfung der Krankheit.

So war das Programm des Arzt-Patienten-Seminars:

Begrüßung: Prof. Dr. Kroesen, Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Darmkrebs, wer hat ein erhöhtes Risiko? Vorsorge - wann & wo? (S. Hasberg, Oberarzt Gastroenterologie)
Wie entsteht Darmkrebs? Kann ich vorbeugen? (Dr. G. Jaschke, Oberarzt Viszeralchirurgie, Koordinator Magen-Darm-Zentrum)
Darmkrebs, Heilung durch operative Therapie (Prof. Dr. Kroesen, Chefarzt)
Diagnose Darmkrebs und nun? Psychoonkologie als hilfreicher Baustein (Dr. T. Reuter, Leiter Abteilung Psychoonkologie)

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Pressestelle des Krankenhauses Porz am Rhein

Marc Raschke
Tel.: 02203.566-1867
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